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Warnstreiks bei der AOK in der Oberpfalz

2 Minuten Lesezeit (465 Worte)
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Als vollen Erfolg bezeichnete Manuela Dietz (stellv. Geschäftsführerin ver.di Bezirk Oberpfalz) den Warnstreik bei der AOK am Montag. Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) hatte Beschäftigte der AOK für den 17. Februar 2020 zu Warnstreiks in der ganzen Oberpfalz aufgerufen.

Die Warnstreikaktionen fanden statt:

AOK Direktion Cham gemeinsam für Furth im Wald (35 plus 15 Teilnehmer*innen)

AOK SCP Ebermannsdorf gemeinsam mit Schwandorf (37 Teilnehmer*innen)

AOK Direktion Amberg (70 Teilnehmern*innen)

AOK Direktion Regensburg gemeinsam mit Kelheim (120 Teilnehmer*innen)

AOK Direkt Neumarkt i. d. OPf. (35 Teilnehmer*innen)

AOK Direktion Weiden i. d. OPf. gemeinsam mit AOK Direktion Tirschenreuth (35 Teilnehmer*innen)

„Je nach Standort waren die Beschäftigten zwischen 1 und 3 Stunden im Warnstreik. Damit haben die Beschäftigten ihren berechtigten Forderungen in der laufenden Tarifrunde Nachdruck verliehen und gemeinsam mit den weiteren Streikenden in ganz Bayern ein deutliches an die Arbeitgeberseite gesendet", so Dietz weiter. Von den bayernweit über 1.600 Warnstreikenden seien demzufolge alleine in der Oberpfalz ca. 350 Beschäftigte im befristeten Ausstand gewesen.

„Die Beschäftigten empfinden das bisherige Angebot aber auch die Hinhaltetaktik der AOK-Arbeitgeber als Schlag ins Gesicht. Auch das Angebot aus der zweiten Tarifrunde, die Gehälter bei einer Laufzeit von 36 Monaten in der Stufen 2%, 1,5% und 1,5% anzuheben, ist eher eine Provokation",  schimpft Alexander Gröbner (Geschäftsführer ver.di Bezirk Oberpfalz) in der Warnstreikversammlung in Amberg unter großem Beifall der Streikteilnehmer*innen. Es sei schon ein starkes Stück, dass die Arbeitgeber zunächst versuchten über die Streichung der Sozialzuschläge in die Geldbeutel der Beschäftigten zu greifen.


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„Diese Vorgehensweise widerspricht der öffentlichen Bekundung der Arbeitgeber, wonach die Wertschätzung und der Anteil am Erfolg ihrer Mitarbeiterinnen mit einer höheren Vergütung für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Rechnung getragen werden soll", betont Gröbner. Vielmehr gelte es den Beschäftigten eine verdiente Gehaltserhöhung zu ermöglichen und gleichzeitig eine klare Perspektive für junge Arbeitnehmer*innen nach der Berufsausbildung in der AOK zu bieten.

Hintergrundinformation:

ver.di fordert für die Beschäftigten und Auszubildenden unter anderem eine Erhöhung der Gehälter um 6,8 Prozent. Außerdem sollen die Ausbildungsvergütungen für die unterschiedlichen Ausbildungsgänge auf ein einheitliches Niveau angehoben werden. ver.di fordert darüber hinaus einen jährlichen Zuschuss für gesundheitliche Maßnahmen sowie die Verbesserung von Aufstiegschancen in den ersten Beschäftigungsjahren.

Es müsse auch insbesondere der Forderung Rechnung getragen werden, den Mitgliedern von ver.di in Form einer Vorteilsregelung einen Ausgleich zu verschaffen für ihren enormen Einsatz für die Verbesserung der Arbeits- und Einkommensbedingungen. Mit der Forderung mehr Urlaubsgeld und einer Wahlmöglichkeit Geld oder Zeit kämen auch neue Aspekte ins Spiel.

Die Arbeitgeber hatten in der ersten Verhandlungsrunde am 16. Januar 2020 kein Angebot vorgelegt. Stattdessen forderten sie unter anderem die Abschaffung der Sozialzuschläge, die für die AOK-Beschäftigten einen finanziellen Ausgleich des im GKV-Bereich niedrigeren AOK-Tabellenniveaus darstellen. Der Wegfall des tariflich vereinbarten Sozialzuschlags würde für verheiratete Beschäftigte mit zwei Kindern beispielsweise einen monatlichen Gehaltsverlust von 390 Euro/Monat bedeuten.

Die Verhandlungen werden Ende Februar 2020 fortgesetzt.

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