Wechsel bei Bereitschaftspolizei

Wechsel bei Bereitschaftspolizei

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Nabburg. Nach über 40 Dienstjahren geht Erster Polizeihauptkommissar Wolfgang Richnowski (60) in Pension. Der Präsident der Bayerischen Bereitschaftspolizei, Wolfgang Sommer, verabschiedete den Leiter des 3. Ausbildungsseminars und überreichte ihm die Ruhestandsurkunde. Gleichzeitig stellte er am Freitag den Nachfolger vor.


„Mit Ihnen verlässt eine tragende Stütze die VII. Abteilung der Bereitschaftspolizei“, versicherte Leitender Polizeidirektor Josef Strobl seinem langjährigen Mitarbeiter an der Außenstelle Nabburg. Seit 2008 war Wolfgang Richnowski Leiter des 3. Ausbildungsseminars am Fichtenbühl. In dieser Zeit hat er 500 Nachwuchskräfte auf den Polizeidienst vorbereitet.


Seine berufliche Karriere begann der Polizeibeamte 1976 als Verkehrserzieher an einer Regensburger Polizeiinspektion. Nach dem Aufstieg in die dritte Qualifikationsebene wurde Wolfgang Richnowski 1991 Dienstgruppenleiter an der PI Roding. Zehn Jahre später wechselte er als Fachlehrer in die Abteilung „Diensthundewesen“ und übernahm die stellvertretende Leitung der Außenstelle Herzogau. Am 1. Dezember 2008 wurde er zum Leiter des 3. Ausbildungsseminars in Nabburg berufen.


„Die Bereitschaftspolizei spielt in der bayerischen Sicherheitsstruktur eine wichtige Rolle“, versicherte Präsident Wolfgang Sommer. Er sprach von „erfreulich hohen Einstellungszahlen“ und stellte fest: „Unsere Ausbildungskapazitäten sind ausgeschöpft“. Trotz des demographischen Wandels bekomme die Bereitschaftspolizei noch genügend qualifizierte Nachwuchskräfte.

Jürgen Pfaffenzeller (rechts) ist der neue Leiter des 3. Ausbildungsseminars der Bereitschaftspolizei in Nabburg. Präsident Wolfgang Sommer (links) überreichte ihm die Ernennungsurkunde. Lebensgefährtin Anja Lang (Mitte) erhielt Blumen.

Nachfolger von Wolfgang Richnowski wird der Erste Polizeihauptkommissar Jürgen Pfaffenzeller (50). Er ist momentan noch in das Projekt „Neue Dienstkleidung“ eingebunden und wird die Stelle in Nabburg erst dann antreten können, wenn 27 500 Beamte ihre neue blaue Uniform erhalten haben.


Es war die Zeit der RAF-Terroranschläge, als Wolfgang Richnowski Mitte der 1970er den polizeilichen Einzeldienst aufnahm. Die nächste Herausforderung waren die Einsätze am Wackersdorfer WAA-Zaun. Beim Blick auf die 90er Jahre erinnerte sich der Polizeibeamte an den Einzug des Computers und eine Zeit, in der sich die Polizei in diversen Studien mit sich selbst beschäftigt habe. Im ersten Jahrzehnt des neuen Jahrtausends habe sich der „Zeitgeist wieder hin zu Befehl und Gehorsam“ gewandelt. „Unzählige anonyme Briefe unzufriedener Kollegen gingen an die Präsidien und Ministerien“, erinnerte sich der scheidende Beamte. In der letzten Phase seiner Tätigkeit als Ausbilder traf Wolfgang Richnowski auf eine Generation, „die nicht mehr miteinander redete, sondern nur noch über WhatsApp kommunizierte“.


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