Zimmerpflanzen sorgen für gute Luft

Luftqualität hat großen Einfluss auf unsere Gesundheit, unsere körperliche Verfassung und unser Wohlbefinden. Da wir uns die meiste Zeit des Tages in Gebäuden aufhalten, sollte gerade hier das Klima besonders gut sein. Die Raumluft in Wohnungen und Büros ist allerdings häufig stärker verunreinigt, als wir es für möglich halten.

 

 

 

Verschiedene Schadstoffe, die beispielsweise von Baumaterialien, Bodenbelägen, Möbeln, brennenden Kerzen oder Elektrogeräten wie Druckern herrühren, belasten die Umgebung. Was viele nicht wissen: Zimmerpflanzen helfen dabei, das Raumklima auf ganz natürliche Weise zu verbessern. 

Dreifachwirkung

Bereits in den 1980er Jahren forschte die zivile US-Bundesbehörde für Raumfahrt und Flugwissenschaft NASA auf diesem Gebiet und kam zu dem Schluss, dass bestimmte Gewächse besonders effektiv bei der Neutralisierung von gasförmigen Schadstoffen sind. Zahlreiche weitere Studien haben das seither bestätigt. Vor einigen Jahren schloss sich deshalb eine Gruppe niederländischer Gärtner unter dem Namen Air So Pure zusammen, um genau diese Pflanzen gezielt für Innenräume zu produzieren und zu vermarkten.

Eine hohe Entgiftungskapazität haben beispielsweise der Drachenbaum (Dracaena marginata), die Grünlilie Atlantic (Chlorophytum) oder das Fensterblatt (Monstera deliciosa). Die in der Raumluft enthaltenen Schadgase wie Formaldehyd oder Benzol nehmen die Pflanzen durch winzige Öffnungen in ihren Blättern auf. Dort werden sie entweder aufgespalten oder über die Wurzeln ins Erdreich abgegeben, wo Mikroben sie dann zersetzen.

Die grünen Mitbewohner verfügen aber noch über zwei weitere Eigenschaften, die das Klima in den Räumen für uns Menschen angenehm und gesund macht. Da bis zu 90 Prozent des Gießwassers über ihre Blätter verdunstet, tragen sie zum einen deutlich zu einer Verbesserung der Luftfeuchtigkeit bei, zum anderen verwandeln sie mittels Fotosynthese das in der Atemluft befindliche Kohlendioxid (CO²) in den für uns lebenswichtigen Sauerstoff (O²). Für all diese positiven Effekte gilt: Je mehr Pflanzen in einem Zimmer stehen, desto größer die Wirkung!

Für helle und schattige Plätzchen

Das Einblatt (Spathiphyllum) wird beispielsweise in unterschiedlichen Sorten und Größen - zwischen 30 und 150 Zentimetern - angeboten. Die tropische Blütenpflanze bevorzugt einen gemäßigt hellen Standort ohne direktes Sonnenlicht. An einem solchen Platz fühlen sich auch die elegante, schlanke Kentia-Palme und die schnell wachsende Areca-Palme wohl.

Die Calathea - die es ebenfalls in zahlreichen Sorten gibt - stammt ursprünglich aus den tropischen Regenwäldern Amerikas. Da sie dort unter hohen Bäumen wächst, kommt sie auch im Haus mit relativ wenig Licht aus und entwickelt sich selbst in einem dunkleren Flur oder Treppenhaus prächtig. Dank ihrer farbenfrohen Blätter ist die Calathea überall ein echter Blickfang.

Für kühlere Räume oder die Fenster auf der Nordseite eines Gebäudes eignen sich Farne sehr gut. Die meisten Arten bevorzugen es ebenfalls eher schattig und präferieren Temperaturen zwischen zehn und 18 Grad Celsius. Quelle: GPP