VIDEO: Dobrindt bringt 9,6 Millionen in den Kreis Schwandorf

Das schnelle Internet mit hohen Übertragungsraten ist in vielen ostbayerischen Gemeinden noch ein Problem. Kaum jemand will in Dörfer und Gemeinden ziehen, wenn dort keine entsprechende Anbindung an das Weltnetz herrscht. Nun kam der Bundesverkehrsminister, zuständig für digitale Infrastruktur, nach Schwandorf und hatte gute Nachrichten im Gepäck.

Alexander Dobrindt übergab im Konrad-Max-Kunz-Saal der Schwandorfer Oberpfalzhalle einen unterzeichneten Förderbescheid des Bundes. Darin werden dem Landkreis von Bundesseite €9.664.346 zur Erweiterung des Breitbandausbaus zugesprochen. Der Freistaat Bayern legt darauf noch weitere rund sechs Millionen, sodass auch in den etwas abgelegenen Kommunen, Dörfern und Weilern die „weißen Flecke“ auf der Internet-Versorgungskarte verschwinden. Insgesamt werden in Folge dieser Maßnahme 520 Kilometer Glasfaserkabel bis ins Haus verlegt. Der Bundesminister sagte: „Mit unserem Förderbescheid bringen wir im Landkreis Schwandorf mehr als 3000 Anwesen und 900 Gewerbe ans superschnelle Breitband.“ Angesprochen auf die Entwicklung der Oberpfalz, hob Dobrindt die Oberpfalz im OK-Interview als eine Region hervor, in der sich sowieso schon sehr vieles in die richtige Richtung bewege. Die Kommunikation zwischen den Ebenen Bund, Land, Bezirk und Kommunen laufe hier besonders rund.

Entgegengenommen hat den Förderbescheid Landrat Thomas Ebeling, der darüber sehr erfreut war. Er versicherte dem Bundesverkehrsminister, dass „ein Besuch in Schwandorf nicht jedes Mal fast zehn Millionen Euro kostet.“ Er sei beim nächsten Mal auch schon mit fünf Millionen zufrieden, scherzte Ebeling. Die Bundestagsabgeordneten Karl Holmeier und Marianne Schieder betonten in ihren Grußworten, welch großen Stellenwert ein flüssiger Internetzugang in der heutigen Zeit habe.

Für die Zukunft sah Dobrindt das geplante Ziel, bis zum Jahr 2018 flächendeckend ein Minimum von 30 Mbit/s an Versorgung einzuführen, nicht in Gefahr. Eher sei es wahrscheinlich, dass die gesteckten Vorgaben beim Datenvolumen mit bis zu 50 Mbit/s sogar noch übertroffen werden können. Insgesamt stehen für die Breitbandförderung rund vier Milliarden an Bundesmitteln zur Verfügung. Bisher abgerufen wurden 1,8 Milliarden.

Die geplanten Ausbaumaßnahmen kann man auf den Internetseiten des Landkreises Schwandorf unter „Unser Landkreis – Geoinformationssystem“ nachschauen.
Unseren Video-Beitrag zum Thema gibt es unter www.ostbayern-hd.de.