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Intensiv-Woche Schwimmen

Intensiv-Woche Schwimmen

Nittenau: Laut einer Studie der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) von 2017 können über die Hälfte aller Kinder am Ende der Grundschulzeit nicht oder nur unsicher schwimmen. Schwimmen gehört zu den Kulturtechniken wie Lesen und Schreiben und kann im Notfall sogar überlebenswichtig sein. Deshalb organisierte die Grundschule Nittenau in diesem Schuljahr eine „Intensiv-Woche Schwimmen“ für die Schülerinnen und Schüler der 3. Klassen.

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Im Landkreis Regensburg oder auch im Stadtgebiet Schwandorf werden seit einigen Jahren mit den 3. Grundschulklassen Schwimmprojekte durchgeführt um die Nichtschwimmerzahl gleich Null zu senken bzw. den unsicheren Schwimmern noch mehr Möglichkeiten zum Üben zu geben. Innerhalb einer Schulwoche werden dort die Kinder intensiv in Kleinstgruppen im Schwimmen lernen beschult. Die Erfolge in den letzten Jahren waren grandios.

Eva Wagner, Lehrerin an der Grundschule Nittenau und zugleich eine der Sportfachberaterinnen im Landkreis Schwandorf, wollte diese Erfolge auch in Nittenau sehen. Mit dem hiesigen Freibad hat man zumindest in den wenigen Sommermonaten die Möglichkeit, den Kindern Schwimmen vor Ort anzubieten. Nachdem Bürgermeister Karl Bley und Rektor Ernst Deißler grünes Licht gegeben hatten und sich so ein Projekt auch in Nittenau vorstellen konnten, wurde sich an die Planungen gemacht.

Mit der Wasserwacht Nittenau fand man schnell einen Partner, da dieses personalintensive Projekt nicht nur mit Lehrern allein gestemmt werden konnte. Bereits im Juni diesen Jahres bereiteten sich die Sportlehrerinnen und Sportlehrer der Grund- und Mittelschule Nittenau mit einer „Auffrischung Rettungsschwimmen“ auf das Schwimmprojekt vor. Die „Wasserwachtler“ Andreas Schmatz (Lehrscheininhaber R und S) und Martin Frey (Lehrscheininhaber S), unterstützt von Kristin Standecker (stellvertretende Jugendleiterin), informierten die Lehrkräfte in einem Theorieteil über Besonderheiten des Bades vor Ort, wo sich z.B. Rettungsgeräte, Erste-Hilfe-Sets oder ein AED, auch Laiendefibrillator genannt, befinden.

Im Praxisteil wurden Tieftauchen, Befreiungsgriffe, Schleppen, Transportieren und An Land bringen aufgefrischt. In den letzten Schultagen marschierten dann die 3. Klassen mit ihren Klassleitern Frau Binner und Herrn Weindler für jeweils 1 Stunde täglich ins Nittenauer Freibad. Dort wurde den Nichtschwimmern und unsicheren Schwimmern sowohl von den Sportlehrkräften Monika Karg, Stefanie Seidl und Stefan Fleischmann als auch von den Mitgliedern der Wasserwacht Kristin Standecker und Martin Frey in Kleinstgruppen und teilweise Individualunterricht der richtige Beinschlag und Armzug kindgerecht beigebracht.

Nicht nur die Anfänger zeigten enorme Fortschritte und konnten am Ende teilweise eine 25 m-Bahn absolvieren, sondern auch die geübteren Schwimmer lernten in dieser kurzen Zeit noch unheimlich viel dazu. Zudem wurden einige Seepferdchen-Abzeichen abgenommen. Alle Beteiligten zeigten sich begeistert von dieser Schwimmwoche und sind sich einig, dass dieses Projekt im nächsten Jahr eine Neuauflage erhalten soll.

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