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Blaulichttag der FFW Bergham

Blaulichttag der FFW Bergham

3 Minuten Lesezeit (555 Worte)

So manchen Besucher beschlich ein Hauch von Ahnung, dass der Ernstfall dramatische Ausmaße annehmen kann. Beim Blaulichttag präsentierten die Rettungskräfte auf dem Gelände der Berghamer Feuerwehr eindrucksvoll ihre Arbeit. Dabei setzten sie vor allem auf Prävention. Ist etwas passiert, gelte es, kühlen Kopf zu bewahren und besonnen zu handeln, sowie nicht zuletzt die „Fachleute“ zu alarmieren.

 

Die Aktionen standen unter der Gesamtleitung von Kommandant Franz Schuierer, der sich über die hohe Resonanz an Besuchern freute: „Das zeigt Ihre Verbundenheit zur Feuerwehr Bergham.“ Zum ersten Mal war auch die Polizei Nittenau vertreten. Die weiteste Anreise hatte die Feuerwehr der Partnerstadt Prestice aus Tschechien.

Sowohl Kreisbrandinspektor Thomas Schmidt als auch Bürgermeister Karl Bley sagten, dass alle Rettungsorganisationen bei den Einsätzen kooperierten, um wirkungsvoll helfen zu können. Leider werde es zunehmend schwieriger, Leute für das Ehrenamt zu begeistern. Auch Gäste aus Prestice waren gekommen. Deren Kommandant, Martin Felix, bekam „Zielwasser“ überreicht.

Ein Moment der Unachtsamkeit genügt und die Pfanne oder der Topf steht in Flammen, wenn sich das zu heiße Öl entzündet. Handelsübliches Speiseöl, wie es Tag für Tag in der Küche verwendet wird, entzündeten Mitglieder der Wehr in ausreichendem Sicherheitsabstand, damit bei der anschließenden Demonstration die Katastrophe ausbleibt. „Fettbrände nie mit Wasser löschen“, lautete die Botschaft. So mancher Zuschauer und schon gar nicht die Kinder rechneten mit dieser Riesenstichflamme, die“ gen Himmel“ schoss, als die Wehr genau dies versuchte. Besser sei es, die Flammen zu ersticken, indem man einfach den Deckel auf den Topf oder die Pfanne auflegt.

Bei einem Rundgang auf dem Gelände hatten die Besucher die Gelegenheit, die verschiedenen Fahrzeuge und Geräte in Augenschein zu nehmen und sich bei den Feuerwehrleuten umfassend zu informieren. Auch die umliegenden Feuerwehren aus den Nachbarlandkreisen Cham und Regensburg machten mit. Auch das BRK Nittenau, das Technische Hilfswerk Neunburg und die Polizeistation Nittenau gaben den interessierten Gästen gerne Auskunft über ihre Tätigkeit und die Ausrüstung. Zwischen den vielen Attraktionen fanden die Gäste aber doch noch Zeit für Kaffee und Kuchen, Fleisch und Wurst vom Grill mit Bier oder Erfrischungstränke. Die kleinen Gäste zog es zu dem eigens für sie zusammengestellten Kinderprogramm: dem Löschen von imaginärem Feuer und dem Toben in der Hüpfburg.

Bei der "Modenschau", moderiert vom Vorsitzenden Karl-Heinz Stich, wurden die verschiedenen Schutzkleidungen, je nach Art des Einsatzes, sowie dazugehörende Ausrüstungsgegenstände gezeigt. Nein, es handelt sich nicht um Bewohner eines anderen Sterns, als sie in den blauen Chemikalienschutzanzug, dem orangefarbenen Ölschadensbekämpfungsanzug oder dem silberfarbenen Schutzanzug, der für höchste Temperaturen ausgelegt ist. Für offizielle Anlässe zieht die Feuerwehr ihre Ausgehuniform an.

Dass die Jugend hervorragend ausgebildet ist, das bewies sei bei einem imaginären Feuer, das sie per gezieltem Löschangriff unter Kontrolle bekommen musste, vom Aufbau der Schlauchleitung bis zum „Wasser marsch“. Jugendwart Tobias Aumann freute der Erfolg. Die Gelegenheit nutzten die vielen Besucher ausnahmslos, die Vorgehensweise der Rettungskräfte an einem gestellten verunfallten Fahrzeug zu beobachten, mit einer eingeklemmten verletzten Person. Umfangreiche Sicherungsmaßnahmen waren vonnöten, um den Hilfsbedürftigen zu sichern, schützen und seelisch zu betreuen und selbstverständlich medizinisch zu versorgen. Zum Einsatz kamen verschiedene Geräte, wie Unterlegklötze zum Stabilisieren des Fahrzeugs und die Rettungsschere zum Abtrennen des Daches. Auch ein Löschtrupp stand parat, falls das Auto doch noch in Brand geraten sollte. Nachdem der Verletzte befreit war, übernahm das BRK die Versorgung und den Transport ins Krankenhaus.

Der Erlös aus diesem Aktionstag wird der Anschaffung von Geräten der Einsatzkräfte zugutekommen.

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