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Herbstklausur der CSU Kreistagsfraktion: Öffentlicher Nahverkehr, Energieversorgung der Region und der Verkehrssituation im Raum Regensburg

Herbstklausur der CSU Kreistagsfraktion: Öffentlicher Nahverkehr, Energieversorgung der Region und der Verkehrssituation im Raum Regensburg

3 Minuten Lesezeit (613 Worte)

Symbolbild: (c) by Petra Dirscherl  / pixelio.de

Bei der Herbstklausur der CSU Kreistagsfraktion in Kloster Weltenburg beschäftigte sich die CSU Kreistagsfraktion u.a. mit den Themen Öffentlicher Nahverkehr, Energieversorgung der Region und der Verkehrssituation im Raum Regensburg.

Öffentlichen Personennahverkehr stärken und ausbauen
Ein leistungsfähiger und attraktiver Öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV) ist wichtig für die Standortqualität gerade auch im ländlichen Raum und für den Umweltschutz. Im Bereich des Regensburger Verkehrsverbundes (RVV) ist ein gutes Niveau erreicht worden, an weiteren Verbesserungen muss aber intensiv gearbeitet werden. So kann die ausgiebige Diskussion auf der Klausurtagung der CSU-Kreistagsfraktion unter Leitung des Fraktionsvorsitzenden Peter Aumer zusammengefasst und die Unterstützung für die Ausführungen von RVV-Geschäftsführer Kai Müller-Eberstein verdeutlicht werden.
Die CSU-Kreisräte setzen dabei auf eine auch zukünftig kräftige Förderung durch den Freistaat und stehen weiterhin hinter den ÖPNV-Zuwendungen des Landkreises, die heuer immerhin fast 5 Millionen Euro ausmachen. Sie legen aber auch Wert auf ein vertretbares Verhältnis von Zuschüssen und Nutzen, von Bedarf bzw. Nachfrage und Aufwand. Handlungspotenzial sehen sie in den Themen Erschließungsqualität, Bedienungsqualität, Verbindungsqualität und Beförderungsqualität. Im Detail geht es ihnen vor allem um eine stärkere Verknüpfung von Bus und Schiene, weshalb die geplante Studie „SPNV Region Regensburg“ vorangetrieben werden soll. Dass der schon lange geplante Bahnhaltepunkt Walhallastraße Regensburg erst 2022 in Betrieb gehen soll, wird mit Erstaunen und Unverständnis betrachtet.
Querverkehre und Tangentiallinien im Busverkehr sollen den ÖPNV noch attraktiver und die vielfach umständliche und unnötige Ausrichtung auf den Knotenpunkt Albertstraße/ Hauptbahnhof in Regensburg hinfällig machen. Bei den Jobtickets wünschen die CSU-Kreisräte eine stärkere Beteiligung von kleineren und mittleren Unternehmungen. RVV-Tickets sollen künftig auch an allen DB-Automaten erhältlich sein. Wenn im Straßenbau Erweiterungen, Umbauten usw. anstehen, sollen weitere P+R-Plätze in Betracht gezogen werden.


Mehr regionales Denken
Grundsätzlich fordert die CSU-Kreistagsfraktion mehr regionales Denken auch im ÖPNV. Sie begrüßt die Überlegungen der Stadt Regensburg für einen höherwertigen ÖPNV, vermisst aber (noch) eine signifikante Einbindung des Landkreises, auf den sich einschlägige Maßnahmen aber auswirken werden. Eigene ÖPNV-Trassen sollten das Ziel sein, kurzfristig umsetzbare Projekte wie Busbeschleunigungsspuren z.B. in der Frankenstraße in Regensburg sollten aber rasch angepackt werden. Ein für den ÖPNV wichtiges und deshalb vordringliches Projekt ist nicht nur nach Auffassung der CSU-Kreisräte der Zentrale Omnibusbahnhof (ZOB) in Regensburg. Dieser soll eigenständig gebaut werden und darf nicht an das Kultur- und Kongresszentrum (RKK) gekoppelt sein, das noch in weiter Ferne liegt.


Energieversorgung im Landkreis
Als weiterer wichtiger Punkt stand die Stromtrasse Süd/Ost-Link auf der Tagesordnung. Die CSU-Kreistagsfraktion war sich einig, dass die Versorgungssicherheit im Mittelpunkt der Diskussion stehen muss. Die Region Regensburg kann es sich nicht leisten, dass in Zukunft
die Versorgungssicherheit nicht gewährleistet wird. Die Kreisräte der CSU ließen sich von der Firma TENNET die Wertungskriterien bei der Auswahl der Trassenführung erläutern. Wir werden genau darauf achten, wie es zur Trassenfinden kommen wird, der CSU ist wichtig, dass vor allem die Anliegen der Grundstückseigentümer beachtet werden.
Die CSU Fraktion wird sich dem Thema Energieversorgung und vor allem Versorgungssicherheit in den nächsten Wochen verstärkt widmen. Die Fraktion kritisierte in diesem Zusammenhang vor allem die Äußerungen von Landrätin Schweiger, die undifferenzierte Kritik auf dem Landratsamt Regensburg zu diesem Thema, ohne konkrete Lösungsvorschläge einzubringen, bzw. konkrete Aktivitäten zu entwickeln wie die Region Regensburg sich regional mit Energie zuverlässig versorgen kann ist wenig zielführend.


Verkehr im Blick
Ein weiteres wesentliches Thema war die Verkehrssituation in der Region. Die CSU ist zufrieden mit dem vorgelegten Bundesverkehrswegplan. Nun muss aber mit Hochdruck an der Umsetzung gearbeitet werden. Das die Autobahndirektion mit 30 Mitarbeitern in Regensburg bleiben kann, war ein großer Erfolg der Landkreis-CSU. Mit den Vorschlägen zur Umsetzung von Sofortmaßnahmen am Lappersdorfer Kreisel und am Pfaffensteiner Tunnel hat die CSU Kreistagsfraktion einen neuen Weg eingeschlagen, um die Verkehrssituation kurzfristig zu verbessern. Erste Maßnahmen wurden bereits umgesetzt, weitere Vorschläge der CSU werden im Moment geprüft.

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