Kreis Amberg-Sulzbach: Neue Wege zur Nachhaltigkeit

Kreis Amberg-Sulzbach: Neue Wege zur Nachhaltigkeit

2 Minuten Lesezeit (380 Worte)

Die Ziele der Nachhaltigkeitsentwicklung im Landkreis Amberg-Sulzbach müssen neu ausgerichtet, die verschiedenen neuen strategischen Konzepte in den Entwicklungsprozess eingebunden werden. Zudem bedarf das Landkreis-Leitbild einer dringenden Fortschreibung. Landrat Richard Reisinger hatte zu einer Nachhaltigkeitskonferenz eingeladen, auch deren Aufgaben klar definiert: Zum ersten eine Bestandsaufnahme der nachhaltigen Entwicklung im Landkreis sowie eine zusätzliche Arbeits- und Diskussionsebene zwischen Nachhaltigkeitsakteuren und der politischen Entscheidungsebene zu schaffen.

Weiter die Übernahme einer strategischen und konzeptionelle Steuerungsfunktion sowie die Entlastung der Institutionen, welche sich bereits um die operative Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele kümmern. Mehr als 80 „aller Verdächtigen, die sich für erneuerbare Energien interessieren,“ konnte Landrat Richard Reisinger im Wittelsbachersaal begrüßen und auch beruhigen, „denn es droht ihnen kein Festakt, keine Jubiläumsveranstaltung, sondern vielmehr die aktive Mitwirkung an einer spannenden und kreativen Neuordnung der Nachhaltigkeit“. Die Konferenz sei das Ergebnis eines fast zwanzigjährigen Prozesses, blickte er zurück, „für den es keinen geeigneteren Ort als unser Zentrum für erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit in Ensdorf gibt“. Zudem sei es auch  im Hinblick auf die parallel stattfindende Europäische Nachhaltigkeitswoche der geeignete Zeitpunkt. Strukturen, Netzwerke, Konzepte, Projekte und Zuständigkeiten neu zu ordnen, sie auf den Weg zu bringen, sei Aufgabe der Konferenz.

Breit war das Spektrum, welches Manfred Lehner mit seinem einführenden Vortrag abdeckte. Die Zielen der Konferenz aus seiner Sicht seien neben  der Einbindung neuer Projekte, Akteure, Verbünde und Entwicklungsstrategien die Optimierung der Vernetzung, Synchronisierung der Konzepte, Projekte und Regelung von Zuständigkeiten. Weiter der Aufbau eines Monitoringsystems sowie die Umsetzung des UNESCO-Welterbeprogramms 2015 – 2019 auf lokaler Ebene. „Der Heimat eine Zukunft zu geben ist nur mit einer breiten Bürgerbeteiligung möglich,“ ist Lehner überzeugt, betont „vom lokalen Aktionsmosaik müssen wir zu einer nachhaltigen Netzwerklandschaft, vom Agenda-21-Beirat – der eine Riesenarbeit geleistet hat – zum Rat für Nachhaltige Entwicklung kommen“. Bei neuen Handlungsfeldern wie etwa Demografie, Inklusion und Integration sei von der Zukunft her zu denken.

Aus den Zuhörern wurden Akteure, als sie in fünf Arbeitsgruppen die Themenfelder „Klimawandel und zukunftsfähige Energien“ (Moderation Katharina List und Markus Schwaiger), „Bildung, Forschung und Kultur“ (Prof, Dr, Bernhard Bleyer und Julia Wolfsteiner), „Sozialer Zusammenhalt: Demografie, Inklusion, Integration, Bürgerbeteiligung“ (Manfred Lehner), Sozialer Zusammenhalt“ (Isabel Lautenschlager und Richard Lehmeier) sowie „Wirtschaft und Finanzen (Harald Herrle) anpackten. Die erarbeiteten Gedanken, Vorschläge und Themen wurden dem Plenum vorgestellt, werden als Handlungsanleitungen für die ab Juli beginnenden  Gruppenarbeiten dienen.


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